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Nicht ganz sauber - oder ein "reizender" Duft für unsere Haut....

Seit dem 20.  Jahrhundert setzte sich die Erkenntnis durch, dass regelmäßiges Waschen mit Wasser und Seife Krankheiten vorbeugt. Trotzdem hatte in den  60er Jahren in Deutschland ein Drittel der Wohnungen kein separates Badezimmer. In Deutschland wäscht man sich heute eher zu viel, als zu wenig. Für die meisten gehört die Dusche zur Morgenroutine. Hautärzte warnen vor übertriebener Reinlichkeit, denn zu viel Waschen mit Seife oder Duschgel kann die Haut austrocknen und für Schadstoffe durchlässiger machen.

Von der morgendlichen Dusche erwarten viele mehr als die bloße Reinigung unserer Haut. Düfte sollen Harmonie für Körper und Seele bringen - versprechen die Hersteller. Viele Hersteller versprechen dass neben Reinigung auch Feuchtigkeitszufuhr und Hautpflege inbegriffen ist. Dabei bauen die Hersteller ihre Palette verschiedener Duftrichtungen immer weiter aus und bieten für jede Vorliebe ein passendes Duschgel. Viele Gels versprechen neben der Reinigung auch Hautpflege und Feuchtigkeitszufuhr. Doch was auch immer im Duschgel steckt - die Stoffe bleiben relativ kurz auf der Haut und können ihre Wirkung deshalb nicht optimal entfalten.

Einige Wellness-Duschgele gehen ganz schön unter die Haut und schaden ihr, statt sie zu pflegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbrauchermagazin Öko-Test, welches in regelmäßigen Abständen u.a. auch Duschgels unter die Lupe nimmt:

Etwa ein Viertel der Produkte ist mit problematischen Stoffen haltbar gemacht. Auf dem Index stehen Chemikalien, die Formaldehyd freisetzen, einen Stoff, der die Haut altern läßt. Weil Formaldehyd außerdem in Verdacht steht, Krebs zu erregen, sind uns auch kleinste Mengen dieses Stoffes schon zu viel.
Ebensowenig wünschenswert sind halogenorganische Verbindungen. Die in den kosmetischen Produkten eingesetzten Substanzen haben vielfältige gesundheitliche Auswirkungen. Einige Vertreter beispielsweise sind stark allergisierend.
Moschusverbindungen – seit 1993 hatte der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel dem Bonner Gesundheitsministerium zugesichert, das sogenannte Moschus-Xylol nicht mehr zu verwenden. Der Stoff war in die Kritik geraten, weil er in Tierversuchen krebserregend wirkt. Ein anderer Vertreter dieser Stoffgruppe - Moschus-Ambrette - ist inzwischen sogar europaweit verboten. Er führt bei Tieren zu Erbgutveränderungen und schädigt das Nervensystem. Ein weiterer Nachteil dieser Duftstoffe: Sie sind sehr beständig und reichern sich deshalb in der Umwelt an.
Von den ebenfalls sehr langlebigen polyzyklischen Moschusverbindungen aber wollen die Riechstoffhersteller noch nicht lassen: Im Durchschnitt wurden Werte von 300 bis 400 Milligramm pro Kilo gefunden.
Die langjährige breite Verwendung dieser Moschusdüfte in kosmetischen Produkten beginnt sich zu rächen: Analytiker des Ruhrverbands in Essen fanden in der Muttermilch und in menschlichem Fett bereits Werte von nahezu einem halben Milligramm pro Kilo. Unabhängige Untersuchungen über langfristige gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen existieren kaum. Dort allerdings, wo man genauer suchte, wurde man fündig: Ein Vertreter dieser Stoffklasse zeigte eindeutig nervenschädigende Wirkungen und wurde daraufhin von den Riechstoffherstellern aus den Rezepturen genommen.
Parfüm und Konservierungsmittel machen nur einen sehr kleinen Teil des Duschgels aus. Das meiste ist Wasser - bis zu 80 Prozent. Der Rest sind hauptsächlich waschaktive Substanzen, sogenannte Tenside. In Duschgelen kommen dabei nur sogenannte synthetische Tenside zum Einsatz. Sie wurden früher ausschließlich aus Erdölprodukten gewonnen. Im Gegensatz dazu werden die Tenside der klassischen Seife immer aus natürlichen pflanzlichen und tierischen Fetten hergestellt.
Heute ist die Trennung nicht mehr so scharf. Für viele synthetische Tenside werden inzwischen auch pflanzliche Rohstoffe eingesetzt. Trotzdem hat man die Unterscheidung beibehalten, weil ihre Herstellung komplizierter ist als die Seifensiederei. Zur Produktion von Natrium-Laureth-Sulfat braucht man beispielsweise krebserregendes Ethylenoxid. Auch sonst ist das häufig in Duschgels verwendete Tensid nicht die beste Wahl, denn es enthält produktionsbedingt Rückstände der wenig hautfreundlichen Waschsubstanz Natrium-Lauryl-Sulfat.
Milder und umweltfreundlicher sind sogenannte Zuckertenside, die vor wenigen Jahren von auf den Markt gebracht wurden. Sie spielen allerdings trotz ihrer Vorteile in den gängigen Rezepturen nur eine Nebenrolle. "Ein breiterer Einsatz ist vor allem eine Frage des Preises", begründet Professor Lothar Motitschke  diese Praxis.
Um sich von der Konkurrenz abzuheben, wird das überall ähnliche Gemisch aus Wasser, Tensiden, Parfüm und Konservierungsmitteln mit allerlei Pflanzenextrakten, Ölen und Vitaminen versetzt. Das Ergebnis ist eine nahezu unendliche Vielfalt an Duschgelen. Durch weitere kleine Änderungen der Rezepturen werden daraus noch Duschmilks, Aufbau-Shampoos, duftende Schaumbäder und Flüssigseifen.
Aber auch im Shampoo ist nicht viel anderes drin. Denn sowohl Tenside als auch technische Hilfsstoffe sind identisch, höchstens in etwas anderem Mengenverhältnis. Selbst die Haarweichspüler kommen auch in Duschgelen vor - damit nach dem Einseifen und Abduschen ein samtweiches Hautgefühl zurückbleibt.
Völlig egal ist es auch, ob man sich nun das Duschgel Vital-Pflege, Men-Pflege oder Creme-Pflege kauft. Von den bis zu 19 Inhaltsstoffen einer dieser Varianten kommen 13 auch bei den anderen vor. Nur beim Männer-Duschbad gibt es Extras: Für die erfrischende Wirkung wird etwas Menthol reingemischt.
Wer nicht genug Duschgel-Varianten anbietet, um mehr Regalfläche als die Konkurrenten zu besetzen, muß zumindest die bessere Werbung haben. "Ein Duscherlebnis für Körper und Seele", "Belebende Kraft" und "Caribic-Frische" winken dem Käufer, wenn er zur richtigen Flasche greift. Bei einem Vitalising Showergel sollen Mineralien die vitalisierende Kraft des Duschgels noch unterstützen. Wie funktioniert das denn, wurde der Pressesprecher der Firma gefragt "Es ist ein kommunizierender Effekt, der im Zusammenhang mit der Gesamtrezeptur zu sehen ist." Aha.
Immerhin enthält dieses Duschgel tatsächlich Mineralien. Bei einem anderen bleibt die Auslobung "Für trockene und empfindliche Haut" dagegen ohne jede Konsequenz. Weder sind in der Rezeptur rückfettende Substanzen zu finden, noch ist das Duschgel besonders für empfindliche Haut geeignet. Im Gegenteil: Als Konservierungsmittel kommt sogar ein stark allergisierender Stoff namens Methylchloroisothiazolinon zum Einsatz.

Am billigsten ist es, die Tenside nicht in Wasser gelöst, sondern in fester Form zu kaufen. Wahlweise als klassische Seife oder als sogenanntes Syndet, das aus synthetischen Tensiden besteht. Kosten nämlich 100 Milliliter Duschgel mit etwa 20 Gramm Tensiden im Schnitt zwischen einer und zwei Mark, kann man dafür mindestens die dreifache Menge an Syndets oder Seife erstehen. Und all das fast ohne Abfall.



 

 

 

 

Quelle: Ökotest Frankfurt
Zhenobya - Naturseifen und Aleppo Seifen  | alepposeife@zhenobya.eu